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Haushaltsplan für das Jahr 2018 verabschiedet

Der Haushaltsplan für das Jahr 2018 der Gemeinde Bruckberg wurde in der letzten Sitzung des Gemeinderates einstimmig mit einem Gesamtvolumen von 18 Millionen Euro verabschiedet.

Auf den Verwaltungshaushalt entfallen dabei 11 Millionen Euro und auf den Vermögenshaushalt 7 Millionen Euro. Auf die Neuaufnahme eines Kredites kann trotz der vielen geplanten Baumaßnahmen im Bereich Kinderbetreuung, Kommunaler Wohnungsbau, Feuerwehr und Breitbandausbau im Jahr 2018 noch verzichtet werden, erklären Bürgermeister Wilhelm Hutzenthaler und Kämmerin Andrea Kolbeck.

Die größten Einnahmen des Verwaltungshaushaltes sind die veranschlagte Gewerbesteuer mit 3,8 Mio. Euro sowie die Beteiligung an der Einkommenssteuer mit 3,65 Mio. Euro. Die gesamten Einnahmen konnten gegenüber dem Vorjahr erfreulicherweise um 609.000 Euro gesteigert werden. Dies zeigt auch die hohe Steuerkraft je Einwohner von 1.371,81 Euro, die deutlich höher ist als die durchschnittliche Steuerkraft von Gemeinden der gleichen Größenklasse mit 979,52 Euro. Die hohe Steuerkraft wirkt sich jedoch auch auf die Höhe der Kreisumlage an den Landkreis Landshut aus, die mit 3,67 Mio. Euro den absoluten Höchststand erreicht und somit die größte Ausgabe im Verwaltungshaushalt 2018 darstellt und den Spielraum bei den verbleibenden Ausgaben deutlich einschränkt. Daher fällt auch die geplante Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt mit 590.000 Euro deutlich geringer aus als noch in den Vorjahren (Ansatz 2017: 0,74 Mio. Euro, Ergebnis 2016: 3,53 Mio. Euro). Der Vermögenshaushalt ist vor allem durch die geplanten Hochbaumaßnahmen im Gemeindegebiet geprägt. Im Haushaltsjahr 2018 wurden für den Neubau des Feuerwehrhauses in Gündlkofen 0,25 Mio. Euro und für den Kommunalen Wohnungsbau an der Ladehofstraße 0,6 Mio. Euro eingeplant. Die größten Posten mit insgesamt 2 Mio. Euro stellen die Baumaßnahmen im Bereich der Kinderbetreuung dar. Der Neubau des Kinderhauses (Hort und Krippe) in Bruckberg schlägt mit 1,3 Mio. Euro zu Buche, der geplante Kinderhort in Gündlkofen mit 0,5 Mio. Euro. Für den bereits abgeschlossenen An- und Umbau des Kindergartens Gündlkofen ist noch mit Schlussrechnungen in Höhe von ca. 0,25 Mio. Euro zu rechnen. Für den Neubau des Bauhofes und den weiteren Ausbau des Breitbandnetzes werden insgesamt 1,5 Mio. Euro im Haushaltsjahr veranschlagt. Neben diesen Großinvestitionen sind aber auch noch viele kleinere Investitionen von der Gemeinde zu tätigen, wie etwa der Kauf eines Sprinters für den Bauhof, Umrüstung der Turnhallenbeleuchtung auf LED, ein Notstromaggregat für die Kläranlage oder der Einbau von Schließanlagen für einige gemeindeeigene Gebäude. Damit die Gesamtausgaben des Vermögenshaushaltes finanziert werden können, ist eine Entnahme aus der Rücklage in Höhe von 3,46 Mio. Euro geplant (Stand der Rücklage 12/2017: ca. 4,1 Mio. Euro). Auf die Aufnahme eines Kredites kann dabei im Jahr 2018 noch verzichtet werden. Für das Haushaltsjahr 2018 werden daher Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von insgesamt 10,54 Mio. Euro festgesetzt, die aufgrund der hohen geplanten Ausgaben in den Jahren 2019 – 2021 notwendig sind. Um die hohen Investitionen, die den vielen Baumaßnahmen geschuldet sind, in den kommenden Jahren bewältigen zu können, ist für 2019 eine Kreditaufnahme in Höhe von 3,2 Mio. Euro und für 2020 eine Aufnahme in Höhe von 2,7 Mio. Euro geplant. Damit wird der Schuldenstand der Gemeinde Bruckberg im Jahr 2020 drastisch auf über 6,7 Mio. Euro ansteigen, wie Kämmerin Andrea Kolbeck in einer Grafik aufzeigte. Um den Handlungsspielraum der Gemeinde auch in den kommenden Jahren nicht zu sehr einzuschränken, sollen die geplanten Schulden künftig mit etwa 0,5 Mio. Euro / Jahr getilgt werden. Daher wurde auch der vorgelegte Finanzplan für die Jahre 2018 - 2021 einstimmig vom Gremium beschlossen. Bürgermeister Wilhelm Hutzenthaler gab jedoch deutlich zu verstehen, dass künftig eine strenge Haushaltsdisziplin erforderlich ist, damit die Durchführung aller Großprojekte reibungslos funktioniert und die Ausgaben nicht explodieren. Zweiter Bürgermeister Josef Kollmannsberger (SPD), Dritter Bürgermeister Stephan Thoma (Freie Wähler) sowie der Fraktionssprecher der CSU, Bernhard Jauck, bedankten sich in ihren Stellungnahmen bei Kämmerin Andrea Kolbeck für die gemeinsame und parteiübergreifende Aufstellung des Haushaltes und zeigten sich erfreut über die vielen Investitionen im Gemeindebereich, wiesen aber ebenfalls auf eine strenge Haushaltsdisziplin hin. Anschließend wurde der Haushaltsplan 2018 mit Anlagen einstimmig vom Gemeinderat beschlossen.