Panel öffnen/schließen

Zusammenschluss der beiden Zweckverbände „Wasserversorgungsgruppe Bruckberg-Gündlkofen“ und „Attenhausener Gruppe“

Wegen der immer größer werdenden technischen und sicherheitsrelevanten Anforderungen sowie aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten wurde im Jahr 2014 entschieden, die beiden Zweckverbände zu vereinen.

50 Jahre versorgten die beiden Zweckverbände den größten Teil der Gemeinde Bruckberg sowie einige Gemeindeteile der Gemeinden Furth und Gammelsdorf mit stets ausreichendem, qualitativ hochwertigem Trinkwasser.

In dieser Zeit wurden von beiden Verbänden große Investitionen getätigt:

  • vier Brunnen wurden gebohrt, die heute pro Sekunde 35 l Trinkwasser fördern
  • drei Hochbehälter bevorraten insgesamt 1.500 m³ Wasser
  • die Hauptleitungen umfassen ca. 100 Kilometer Leitungslänge
  • 450 Hydranten stellen Löschwasser zur Verfügung
  • beinahe 1.800 Grundstücke sind an die Wasserversorgungsanlage angeschlossen
  • ca. 5.600 Personen werden mit Trinkwasser versorgt

Der Zweckverband „Attenhausener Gruppe“ löste sich nach Beschluss des Attenhausener Verbandsrats zum 31.12.2014 auf.

Die Aufgabe der Wasserversorgung wurde für die bisher vom Zweckverband Attenhausen versorgten Ortsteile nach Beschlüssen der Gemeinden Bruckberg und Furth ab 01.01.2015 auf den Wasserzweckverband Bruckberg-Gündlkofen übertragen.

Der neu zusammengeführte Zweckverband wird sich auch weiterhin mit allen Kräften dafür einsetzen, dass die Versorgungssicherheit und die hohe Qualität des Trinkwassers wie bisher gewährleistet werden kann.

Die Mitarbeiter

Im Zuge der Auflösung des ZV "Attenhausener Gruppe" legt der bisherige Vorsitzende Konrad Hadersdorfer zum 31.12.2014 sein Amt nieder. Mit großem Engagement führte er den Zweckverband von 1997 - 2014 und leitete große Investitionen wie die Sanierung des Hochbehälters in die Wege. Auf eigenen Wunsch wird die bewährte Verwaltungskraft Frau Rita Hoffmann dem Gesamtverband nicht mehr zur Verfügung stehen. Die Verbände bedanken sich sehr herzlich bei Herrn Hadersdorfer und Frau Hoffmann für viele Jahre erfolgreiche und engagierte Tätigkeit im Dienste des Zweckverbandes Attenhausener Gruppe. Hervorzuheben ist auch der große Einsatz der Verbandsräte sowie der Mitarbeiter, die im Zweckverband Attenhausen die technischen Einrichtungen betreut haben.

Erfreulicherweise wird der bisherige Rohrnetzbetreuer des Attenhausener Netzes, Herr Armin Gabriel im neuen Gesamtverband den Wasserversorgungstechniker Markus Gründl tatkräftig bei der Betreuung der technischen Anlagen unterstützen.

Verwaltung

Große verwaltungstechnische Umstellungsarbeiten im Wasserzweckverband Bruckberg-Gündlkofen wie die Überarbeitung aller vorhandenen Satzungen, Integration der Wasserabnehmer in das EDV-System sowie technische Anpassungen und Investitionen (z.B. Sanierung des Brunnen I in Attenhausen bzw. Erstellung eines Notverbunds, Sicherstellung der Löschwasserversorgung im Bereich Attenhausen, Sanierung von Leitungen) sind nun zu stemmen. Auch die Wasserverbrauchsgebühren müssen zum 01.01.2015 neu kalkuliert und in der Verbandsversammlung beschlossen werden. Die Beschlüsse werden voraussichtlich Ende Januar 2015 gefasst, die Bevölkerung wird schnellstmöglich über eventuelle Anpassungen informiert.

Erste Sitzung des Zweckverbandes „Wasserversorgungsgruppe Bruckberg“ Investitionen in die Zukunft – Gebührenerhöhung

Am Montag, den 2. Februar 2015 fand die erste Sitzung des neuen Zweckverbandes, der nun den Großteil des Gebiets der Gemeinde Bruckberg sowie Teile der Gemeinden Furth und Gammelsdorf mit Trinkwasser versorgt, statt. Fünf neue Mitglieder der Verbandsversammlung konnte der Vorsitzende Wilhelm Hutzenthaler begrüßen.

Der neue Verband wird künftig den Namen "Zweckverband Wasserversorgungsgruppe Bruckberg" führen.

Neben der Namensänderung stand eine umfangreiche Agenda auf der Tagesordnung. Die Verbandssatzung wurde ebenso wie die Wasserabgabesatzung, Beitrags- und Gebührensatzung und Entschädigungssatzung nach umfassender Überarbeitung neu erlassen.

Herr Kienlein vom Ingenieurbüro Hausmann + Rieger stellte die technischen Anlagen des Gesamtverbandes vor und zeigte Lösungsmöglichkeiten zur dauerhaften Gewährleistung der Versorgungssicherheit für die beiden (noch separaten) Leitungsnetze auf.

Das Versorgungsnetz des bisherigen Zweckverbands "Wasserversorgungsgruppe Bruckberg-Gündlkofen" ist durch das Vorhandensein von zwei Brunnen, die pro Sekunde insgesamt 20 l Trinkwasser fördern, und zwei Hochbehältern mit insgesamt 1200 m³ Fassungsvermögen gut abgesichert. Allerdings stiegen in den letzten Jahren die Werte für das Abbauprodukt Desethylatrazin des Pflanzenschutzmittels Atrazin in einem der Brunnen kontinuierlich an. Mit diesem Problem haben mehrere Zweckverbände im Landkreis zu kämpfen. Bei einem weiteren Anstieg der Werte muss in eine Aufbereitungsanlage investiert werden, ein besserer Lösungsweg wäre die Zuführung von unbelastetem Wasser aus dem Attenhausener Leitungsnetz, wodurch die Einhaltung der Grenzwerte sichergestellt werden könnte.

Das Leitungsnetz des ehemaligen Zweckverbands "Attenhausener Gruppe" wird derzeit ausschließlich durch den Brunnen II mit Wasser versorgt. Dieser Brunnen mit einer Tiefe von 121 m liefert hervorragendes Trinkwasser, Nitrat- und Pflanzenschutzmittelwerte liegen meist unter der Nachweisgrenze. Der 1962 gebohrte Brunnen I musste im Jahr 2012 stillgelegt werden. Die durch den Hydrogeologen Dr. Prösl vorgeschlagene Lösung, diesen Brunnen neu zu überbohren, um durch einen zweiten Brunnen die Versorgungssicherheit gewährleisten zu können, wurde vom Verbandsrat überwiegend zustimmend aufgenommen.

Des Weiteren wurden verschiedene Trassen für einen Notverbund zwischen den beiden Leitungsnetzen vorgestellt. Hiervon würden alle angeschlossenen Bürger des Gesamtverbands profitieren, da Wasser im Bedarfsfall in beide Richtungen geleitet werden kann. So könnte auf Notfälle kurzfristig reagiert und die Versorgung mit Trinkwasser jederzeit gesichert werden.

Rege diskutiert wurde beim Tagesordnungspunkt Gebührenkalkulation. Die bisherige Gebühr von 1,10 € für 1.000 l Trinkwasser muss angepasst werden. Beide Netze des Zweckverbands wurden größtenteils Anfang der 60er Jahre erstellt, damit ist ein Großteil der Leitungen bis zu 50 Jahre alt. Instandsetzungs- und Erneuerungsarbeiten sind dringend erforderlich, dies zeigt auch der Anstieg der Rohrbruchzahlen in den vergangenen Jahren. Bei Einhaltung der empfohlenen Sanierungsrate von 1-2 % der vorhandenen Leitungen müssten bei dem vorhandenen Leitungsnetz von 90 km jährlich 1-2 km Leitungen erneuert und damit ca. 200.000-400.000 € investiert werden. Diese Ausgaben wirken sich deutlich auf die Höhe der Verbrauchsgebühr aus.

Die Verbandsräte waren sich einig, dass künftig im jährlichen Haushalt größere Summen für die Sanierungs- bzw. Erneuerungsarbeiten bereitgestellt werden müssen, um auch in der Zukunft die regelmäßige Belieferung der Kunden mit Trinkwasser sicherstellen zu können.

Die Verbandsversammlung beschloss, aufgrund der vorliegenden Zahlen der Gebührenkalkulation, die Verbrauchsgebühr ab 01.01.2015 auf 1,37 € je 1.000 l Trinkwasser anzuheben. Dies bedeutet bei einem 4-Personen-Haushalt mit ca. 120.000 l jährlichem Wasserverbrauch eine Mehrbelastung von

32,40 € im Jahr bzw. 2,70 € / Monat. Die offene und transparente Information der Bevölkerung war dem Verbandsrat in diesem Zusammenhang sehr wichtig.