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Neukalkulation der Wasserverbrauchsgebühren ab 01.01.2019

 

 

Neukalkulation der Wasserverbrauchsgebühren

Änderung der Beitrags- und Gebührensatzung zur Wasserabgabesatzung zum 01.01.2019

 

 

Das Kommunalabgabengesetz schreibt die Kalkulation der Wasserverbrauchsgebühren in einem maximal 4-jährigen Turnus vor. Daher wurden die Gebühren für den Zeitraum 2019-2022 neu kalkuliert.

 

Verbandsrat beschließt Erhöhung der Grund- und Verbrauchsgebühren

In der Sitzung am 10.12.2018 hat der Verbandsrat nach ausführlicher und umfassender Diskussion folgende Gebührenerhöhungen beschlossen:

 

1.  Ab dem 01.01.2019 beträgt die jährliche Grundgebühr:

 Bei Wasserzählern

bis            4 m³/h  Dauerdurchfluss (Q3 4 bzw. Qn 2,5)              90,-- € / Jahr =   7,50 € / Monat  

bis          10 m³/h  Dauerdurchfluss (Q310 bzw. Qn 6)                   156,-- € / Jahr   = 13,00 € / Monat

bis          25 m³/h  Dauerdurchfluss (Q325 bzw. Qn 15)                 228,-- € / Jahr   = 19,00 € / Monat

über       25 m³/h  Dauerdurchfluss                                              420,-- € / Jahr   = 35,00 € / Monat

 2.  Die Verbrauchsgebühr wird ab 01.01.2019 von bisher 1,37 €  auf 1,60 € je 1000 l Trinkwasser erhöht.

 

 

Was sind die Gründe für die Preiserhöhung?

In den letzten vier Jahren wurden große Investitionen wie z.B. die Notverbundsleitung, die die beiden vorhandenen Wasserleitungsnetze verbindet, realisiert. Auch der Neubau des Tiefbrunnens im Wald bei Attenhausen, der allen Abnehmern zu Gute kommt, ist ein wichtiger Schritt für die Versorgungssicherheit. Das Gesamtinvestitionsvolumen liegt bei 1,7 Mio. €. Diese Maßnahmen konnten durch hohe  einmalige Einnahmen von Herstellungsbeiträgen durch die Ansiedlung großer Firmen finanziert werden.

Zusätzlich wurden für die Sanierung/Unterhalt des Leitungsnetzes insgesamt mehr als 540.000 € aufgewandt.

In Zukunft sind ebenfalls umfangreiche Maßnahmen wie die Sanierung des 36 Jahre alten Hochbehälters am Pauliberg in Bruckberg anzugehen. Besonders wichtig ist die kontinuierliche Sanierung und Erneuerung des teilweise über 50 Jahre alten Leitungsnetzes, um die zuverlässige Versorgung der Bürger mit Trinkwasser auch in Zukunft sicherstellen zu können. Hier ist vorgesehen, jährlich 250.000 € in die Verbesserung des Versorgungsnetzes zu investieren. Diese Kosten müssen in erster Linie über die Wasserverbrauchsgebühren (teilweise auch durch die Inanspruchnahme von Krediten) finanziert werden.

Der Zweckverband ist als sog. „Kostenrechnende Einrichtung“ verpflichtet, durch regelmäßige, gesetzlich vorgeschriebene Anpassungen der Gebühren kostendeckend zu arbeiten. Es dürfen weder Gewinne noch Verluste erwirtschaftet werden.

Die genannten dringend erforderlichen Maßnahmen sowie deutliche Kostensteigerungen im Material- und Energiebereich und bei Unterhaltskosten, zusätzliche Investitionen in das Hydrantennetz, Tariferhöhungen etc. führen zu den o.g. Gebührenanpassungen.

 

Was bedeutet das für die Verbraucher?

Für einen 4-Personen-Haushalt mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 120.000 Litern bedeutet dies einen zusätzlichen Kostenaufwand von 3,80 € / Monat. Bei einem Ein-Personen-Haushalt mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 30.000 Litern ergibt sich ein Mehraufwand von 2,08 € / Monat.     

Trotz der Gebührenerhöhung zahlt der Verbraucher nur 0,16 Cent / Liter für das wertvolle Gut Wasser.

 

Beitrags- und Gebührensatzung ab 01.01.2019:

Die Änderungssatzung der Beitrags- und Gebührensatzung liegt in der Verwaltung des Zweckverbandes während der üblichen Geschäftszeiten (Montag – Freitag von 08.00 – 12.00 Uhr, Montag von 13.30 – 16.30 Uhr) im Rathaus Bruckberg, Zimmer 2.04 zur öffentlichen Einsichtnahme auf.

 

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Wasserzweckverband Bruckberg investiert in Notverbundleitung zur langfristigen Sicherstellung der Wasserversorgung

Juli 2017: Symbolischer Spatenstich für ein wichtiges Projekt: 1. Vorsitzender Wilhelm Hutzenthaler (1. von links), stellvertr. Vorsitzender Lorenz Kollmeder (3. von rechts) mit Vertretern des planenden Ingenieurbüros Kienlein, der ausführenden Firma Ludwig Rieder sowie Sigrid Schreiber, Markus Gründl und Armin Gabriel des WZV Bruckberg.

Anfang Juli begannen die Bauarbeiten für die Notverbundleitung zwischen den Wasserleitungsnetzen Bruckberg und Attenhausen. Für den Fall, dass die Wasserversorgung in Bruckberg oder Attenhausen ausfallen sollte, entsteht durch diese Verbundleitung ein zweites Standbein, über das die Trinkwasserversorgung der Bürger bei Notfällen oder Engpässen sichergestellt werden kann.

Das Projekt wurde langfristig geplant. Bereits 2011 gab es Überlegungen für einen Notverbund, um die Versorgung der Bürger langfristig zu sichern. Nach der Zusammenführung der beiden Zweckverbände „Bruckberg-Gündlkofen“ und „Attenhausener Gruppe“ zum Zweckverband „Wasserversorgungs-gruppe Bruckberg“ im Jahr 2015 konnte die Maßnahme nun in Angriff genommen werden.

Die Leitung wird im Ortsteil Widdersdorf an die bestehende Trinkwasserleitung angeschlossen und in südlicher Richtung im Feldweg bis zum Hochbehälter in Bruckberg verlegt. Dadurch entsteht eine Verbindung zwischen den wasserspeichernden Erdbehältern in Bruckberg (Bergstraße) und Attenhausen (Angerweg). Ausführendes Unternehmen für den Leitungsbau ist die Firma Ludwig Rieder GmbH aus Bayerbach, die Bauüberwachung obliegt dem Ingenieurbüro Kienlein aus Buch am Erlbach, das auch für die Planungen zuständig war. Insgesamt werden rund 2 Kilometer Wasserleitung verlegt. Des Weiteren wird in Widdersdorf ein Druckpumpwerk erstellt, um das Wasser in beide Netze fördern zu können. Das gesamte Investitionsvolumen beträgt rund 500.000 Euro.

Die Verbindungsleitung wurde Ende September fertiggestellt, im Anschluss werden die elektronischen und hydraulischen Arbeiten sowie die Einbindung der Leitung in das bestehende Versorgungsnetz durchgeführt. Bei planmäßigem Abschluss aller Arbeiten kann der Notverbund Ende Oktober in Betrieb genommen werden.